Rahajeng Semeng* – Good Morning Bali!

Ooooooooooooohhhhhhhhhmmmmmmm!

Dieser laaaaaaange Ton aus 36 Kehlen – so startet die heutige Yoga Class.

Der Jetlag und der wunderbar fremde, pulsierende Ort Ubud, lassen mich vor Aufregung und Neugier kaum schlafen. So bin ich am nächsten Morgen bereits wieder im Yoga. Mit 35 anderen Yogis. Auch wenn die Instruktorin uns Teilnehmerinnen anleitet, ist es von Vorteil, einige Grundkenntnisse mitzubringen. Ich bin bereit Yoga näher zu entdecken und begebe mich damit erneut auf eine Reise. Eine Reise zu mir selbst. Ohne die Philosophie hinter dem Yoga zu kennen: Die Kombination aus kräftigenden, dehnenden Übungen, oft als Abfolge und idealerweise abgestimmt auf die bewusste Atmung, scheint mir in mehrerlei Hinsicht vorteilhaft. Manchmal gelingt es mir dabei ganz zu versinken. Besonders wenn mir ein Übungsablauf bereits bekannt ist. Am Tag 2 komme ich mir, trotz meines vom Muskelkater steifen Rückens von Tag 1, beweglicher vor. Ich freue mich total, als die Lehrerin uns die „Rockstar Pose“ oder „Wild Thing“ machen lässt, die ich vom Mady Morrison Video auf Youtube her heiss liebe.

Im Ubud Palace – beeindruckend und Teil des obligaten Touristenprogramms.

Nach dem Yoga bin ich ziemlich hungrig. Das Restaurant in der Nähe des Ubud Palace, in dem ich hängen bleibe, serviert leckeres, jedoch nicht ganz Ernst zu nehmendes Seafood Goreng: es enthält eine einzige, in drei Stücke geschnittene Crevette und dazu gibt es Spiesschen mit Fleisch. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ich mich als Teilzeitvegi** auf Bali so kompliziert ist. Zum Essen beschallen absolut nervtötende Weihnachtsmelodien die Szene. Ich bezahle, ergreife die Flucht und gehe mir Ubud Palace anschauen.

Ubud ist ziemlich weitläufig und liegt in Mitten von Reisfeldern. Hochhäuser gibt es keine, sondern mehrheitlich traditionell aussehende, balinesische Gebäude. Davor liegen in winzigen Körbchen oft Opfergaben in Form von Blumen, Reis oder Chips für die jeweiligen Götter.

Auch unzählige schöne Tempel gehören zum normalen Strassenbild.

Vielerlei Geschäfte und Restaurants säumen die holprigen, schmalen und oft mit Scootern zugeparkten Trottoirs. Es ist nicht zu übersehen, dass der Tourismus einen hohen Stellenwert geniesst. So gibt es durchwegs auch coole Läden und Gelaterias, welche ausgefallene Geschmacksrichtungen wie ‚Gingerbread‘ – Lebkuchen oder Dragonfruit führen. Eine weitere Hauptattraktionen ist der Monkey Forrest, in dem sich eine bedeutende Tempelanlage befindet. Kaum habe ich das Eintrittsticket bezahlt, kündigt eine laustarke Durchsage eine Tanzdarbietung an, die ich mir nicht entgehen lasse. Gespannt nehme ich im Amphitheater Platz, während sich auf dem Bäumen rund herum, die Affen tummeln und schon einmal die Aufmerksamkeit des Publikums für sich beanspruchen.

Die Band macht sich bereit. Es sind rund 20 junge Typen mit Klangschalen und Perkusionsinstrumenten. Ein Sprecher erzählt eine kleine Geschichte von einem alten Mann und seiner Kuh im Wald. Schliesslich steigt die Figur der Geschichte in einem kunstvollen Kostüm auf die Bühne. Doch irgendwie fehlt mir der Zugang zu dieser Art Kunst. Nach wenigen Minuten geht mir das Geschäpper und Gehüpfe der Kuh-Figur auf den Keks. Aus Respekt und in der Hoffnung es möge doch anregender werden, halte ich noch einige Minuten durch, bevor ich entgültig forfait geben muss. Den Monkey Forrest, inklusive die aufdringlichen Taxifahrer, Souvenirverkäufer und Massageanbieter meide ich zukünftig.

Der Besuch des hiesigen Supermarkts sorgt für wesentlich mehr Belustigung.

Ich brauche noch mehr Yoga, mehr Massagen, mehr exotisches Glace, mehr Schlaf und einen Ausflug durch die grünen Reisfelder. Und ich habe einen Kochkurs gebucht.

* die e als a sprechen, dann hast Dus

**Teilzeit, weil ich einerseits gelegentlich Fisch esse und falls aus mehr Versehen oder Nachlässigkeit gelegentlich mal Fleisch auf meinem Teller landet, ich es esse und schätze. Doch gestern gab es bereits Hühnchen im Porridge, weini, weini 😱

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2 Kommentare zu „Rahajeng Semeng* – Good Morning Bali!

  1. Liebe Coni

    Schöne Erlebnisberichte – es ist ein wenig wie selber Reisen.

    Liebe Grüsse, Adi

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    1. Lieber Adi, danke vielmals dein Kompliment ehrt und motiviert mich. Bali würde auch mit Kindern prima funktionieren, es ist für alle was dabei 😃 Es guets Neus, Coni

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